Traversée de Paris en aviron und wir waren auch 2014 wieder dabei!

Nachdem die Wer-will-mit-nach-Paris Anfragemail am 24. April in unseren Postfächern eingegangen war, hatten sich prompt 10 Vereinsmitglieder gemeldet, um auch 2014 zwei 4er Boote zu besetzen. Die begeisterten Berichte und die sehr fröhlichen Teilnehmer von den Vorjahresfotos, die an der Weihnachtsfeier 2013 präsentiert wurden, hatten nicht nur mich zur Anmeldung bewegt.

Tickets, T-Shirts, Unterkunft und Boote bestellen bzw. mieten, gehörte zu den Aufgaben unserer bereits routinierten Organisatorin Myriam. Nur noch die Anreiseentscheidung musste abgestimmt werden und ein wenig Training stand auch auf dem Programm, um die ca. 32 km durchrudern zu können.

2. Oktober 2014. Eine komplette Bootsbesatzung des FRCF fuhr per Anhalter (mit Tom), die zweite Hälfte testete Air France. Mit dem Auto konnten wir alle Staus auslassen und nachdem wir alle Zahlungsgrenzen passiert hatten, kamen wir nachmittags zur ersten Bierprobe des „1664“ im Hotel Villa Sorel in Boulogne-Billancourt an. Auch die Fluggäste gesellten sich später zu einem ausgelassenen ersten Abend dazu. Das Wetter war tagsüber noch angenehm warm.

3. Oktober 2014. Nach einem netten und ausgedehnten Frühstück mit selbstproduzierten Crêpe brachten wir heute Myriams Kreditkarte für 10 Fahrrad-Tageszulassungen zum glühen. Nachdem alle ein Rad aus den Verankerungen ziehen konnten, zogen wir los, um Paris zu erkunden. Zwischendurch mussten wir des öfteren umsatteln, so daß wir fast alle Fahrradtypen und Automatenherausforderungen während des Tages kennenlernen konnten. Mittags haben wir ausgiebig an der Seine gepicknickt, um danach gestärkt weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen.


4. Oktober 2014.
Riggern, Relaxen und weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt standen heute auf dem Programm. Beim Riggern der gemieteten Boote tauchten einige Fragen auf. Wieso sind die Klemmringe an den Skulls unterschiedlich eingestellt? Und wieso fehlen hier ein paar Muttern? Gut, dass wir genug Zeit hatten, um diese Fragen zu lösen. Die Veranstaltungs T-Shirts und den Routenplan erhielten wir an der Meldestelle. Aber Achtung! Die französischen Größen fallen ein wenig knapper aus als bei uns. Nach getaner Arbeit haben wir uns eine kleine Mittagspause gegenüber von Notre Dame gegönnt, um danach zu Fuß oder per Metro Paris weiter zu erkunden. Le viaduct des arts, la rue des Lombards und la place de Vosges sind alle von uns bewundert worden. Natürlich haben wir dabei das Relaxen und das Weintrinken nicht zu kurz kommen lassen, denn wir mussten uns ja auf das morgige Rennen vorbereiten. Als es dunkel wurde, genossen wir die unglaubliche Aussicht auf dem Montparnasse Tower und sahen zu, wie der Eifelturm im Blinklichtzauber vor uns flackerte.

5. Oktober 2014. Nun war der Tag gekommen! Heute hieß es um fünf Uhr aufstehen – auch wenn ein Ruderkamerad etwas auf sich warten ließ... Wir sammelten uns, um unseren ca. 15 minütigen Fußmarsch zum Rudergelände, der base nautique de l’île de Monsieur, zurückzulegen. Dort angekommen, gab es erst mal einen Kaffe oder Kakao und ein Schokocroissant. Vorbei an unendlich langen Schlangen vor der Toilette durch die große Vorhalle des Rudergeländes ging es zu den Booten.

Erstaunlicherweise standen wir nicht lange an, um die Boote ins Wasser zu bringen, da die Stege voller Helfer waren, so dass das Ablegen im Nu gelang. Kaum hatten wir unser Boot eingestellt und unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt, ging ein Grollen durch die Mengen, es wurde an die Bootswände getrommelt, teilweise ertönten Schlachtengesänge, die Stimmung war voller Vorfreude und Spannung. Nun ertönte ein lautes Hupen und unsere Bootsmannschaft bestehend aus Steuermann Herri, Yvonne, Arne, Martin und Ines, starteten unter lautem Gegröhle. Ab jetzt hieß es, sich voll auf den Steuermann zu verlassen. Dieser hatte sich, Gott sei Dank, noch am Vortag mit dem ausgedruckten Routenplan auseinandergesetzt. Der Steuermann benötigte höchste Konzentration, denn schließlich wollten wir keinen Bootscooter veranstalten.

Ansonten herrschte eine sehr ausgelassene Stimmung auf der für den Schiffsverkehr gesperrten Seine. Einige Teilnehmer waren entweder mit Karnevalsmützen oder mit Piratenkostümen verkleidet. Andere hatten köstliche Verpflegung dabei, um den ganzen Spaß so richtig zu genießen. Die schnellsten Boote hingegen feierten lieber nach dem Rennen. Leider war der Renntag nicht so warm wie die Tage zuvor, sodass wir an der großen Tafel, an der es wieder köstliche Paella und guten Wein gab, etwas frieren mussten.

Das schmälerte jedoch nicht die Freude unserer zweiten FRCF-Bootsmannschaft, bestehend aus (Steuerfrau Lilli, Tom, Peter, Myriam und Ina, die mit einem festen Ziel auf dieser Traversee gestartet war: Sie wollte unter die ersten 10 Plätze kommen und hat es sogar auf den 6. Platz geschafft. Schade, dass die offizielle Platzierung allerdings nicht nach Zieleinfahrt, sondern nach Platzierung der anlegenden Boote gewertet wurde. Offiziell sind sie daher auf dem 10. Platz mit Fairnessauszeichnung gelandet.

Nach diesen beeindruckenden Erlebnissen gingen wir müde, aber glücklich und zufrieden zum Hotel zurück. Die Hälfte der FRCF Teilnehmer fuhr an diesem Tag wieder nach Hause zurück, die andere Hälfte hatte noch einen zusätzlichen Tag in Paris gebucht. Eines ist ganz klar: Es hat sich wieder gelohnt!

Findet uns vielleicht jemand auf den diesjährigen Aufnahmen(?): http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=GsQvMw9uHf4

Daumen hoch für die, die dieses Spektakel mitgemacht haben und ein Dankeschön an unsere Myriam für ihre zusätzlichen Fahrradkilometer und die super Organisation!